Die Niederhofschule

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Grundgedanken unserer Arbeit mit Kindern

Wachstum und Entwicklung werden vom Inneren eines Organismus gesteuert. Demzufolge bereiten wir die Umgebung der Kinder und Jugendlichen ihren Entwicklungsbedürfnissen entsprechend vor. Die annehmende Haltung der begleitenden Erwachsenen ist für die Entspannung und das "bei sich sein" der Kinder - Vorraussetzung für nächste Entwicklungsschritte - von essentieller Bedeutung.

Gestaltung und Ausstattung der Gebäude und des Außenbereiches

Die Schule hat ca. 240 m2 zur Verfügung, die ebenerdig ebenso wie im 1. Stock in einen großen und einen kleineren Raum unterteilt sind.

Der Lebensraum, in dem die 6 – 17-jährigen sich frei bewegen, wird von uns altersentsprechend vorbereitet.

Betritt man das Schulgebäude, so steht man im Vorraum, der Platz für die Schuhe der derzeit 23 Kinder und Jugendlichen bietet. Links davon gibt es zwei Toiletten, deren Vorraum noch als zusätzliches Lager für Schul – und Putzsachen dient.

An der Tür, die zum eigentlichen Schulraum führt, hängen diverse Informationen für Eltern und Kinder (Obstliste, Putzliste, Ankündigungen...).

Dahinter folgt nun der erste (kleinere) Raum :

Links ist der Bewegungsraum: Matratzen, Seile, Bälle , Sprossenwand, Boxsack, Decken und Tücher laden zu vielfältiger Betätigung, wie Labyrinthe u. Häuser bauen, Rollenspiel ect., ein.

Im Mittelgang befindet sich die ein Regal mit Jongliermaterialien ( Bälle, Keulen, Tücher, Teller, Diabolos, Devilstick...)

Der rechte Teil des Raumes ist für Gesellschafts-Spiele vorbereitet. Am Hochbett spielen die Kinder mit Playmobil, Tierfiguren, Lego...

Nun geht der Besucher weiter in den großen Raum, der Bereich für Tätigkeiten, bei denen der Lärmpegel nicht immer niedrig sein kann:

 

Experimentierbereich: Hier kann man ungefährliche Substanzen mischen, färben, erhitzen, trennen. Außerdem gibt es Experimentierkästen für Elektrizität und Elektronik, natürlich auch Anleitungshefte und Bücher zu den Themen.

Links neben dem Eingang haben wir einen Austellungstisch vorbereitet, auf dem in 14-tägigem Rhythmus Austellungen zu verschiedenen Themen zu sehen sind (Haustiere, Gewürze, Zähne,Schiffe und Modelle...).

Die Themen der Austellungen richten sich nach unseren Beobachtungen der Kinder ( Wo ist ihr Interesse, das Feuer ?) und auch den Interessen der Betreuer (was kann ich, was macht mir Spaß?)

 

Küche: der kleine Küchenbereich zum Kochen und Backen wird oft und gerne benützt.

Rechts ist der Verkleidungs- und Rollenspielbereich. Hier gibt es Dinge zum Verkleiden und Schminken. In diesem Bereich gestalten wir Betreuer immer wieder andere Räume, meistens zum Ausstellungsthema passend (z.B. Spital, Post, Kaffeehaus....)

Bastelbereich: in großen Regalen sind verschiedenste strukturierte und unstrukturierte Materialien untergebracht, die immer wieder ergänzt werden.

(nur ein Ausschnitt: Wolle, Garne, Nähkorb, Leder, Stoffe, Perlen, Servietten, Kastanien, buntes Glas, Zahnstocher, Kluppen.........) Weiter gibt es hier Bunt, -Filz, -Blei u. Kohlestifte, Tusche, Federn, Schablonen, verschiedenste Papiere.

Zuletzt findet man neben der Küche einen gemütlichen Senosmotorik-Bereich für sinnliche Genüsse mit Dingen zum Riechen, Hören, Schmecken, Schauen, Staunen, Probieren ( Geschicklichkeitsspiele, Labyrinthe, Kreisel u.v.m.)

 

1.Stock

Über ein geräumiges Stiegenhaus gelangt man zum ersten Stock. Hier werden in der Garderobe erst mal die Jacken und Jausenbrote verstaut.

Über einen kurzen Gang in dem man am Büchertisch vorbeigeht, gelangen die Kinder in den großen Raum, in den Ruhebereich. Hier kann konzentriert gearbeitet werden. Links neben dem Eingang haben wir einen Austellungsbereich vorbereitet, auf dem in 14-tägigem Rhythmus Austellungen zu verschiedenen Themen zu sehen sind (z.B. Geometrie).

Die Themen der Austellungen richten sich nach unseren Beobachtungen der Kinder ( Wo ist ihr Interesse, das Feuer ?) und auch den Interessen der Betreuer (was kann ich, was macht mir Spaß?)

Der Raum ist aufgeteilt in die Bereiche:

--> Sprache mit Material zum Lesen, Schreiben und Fremdsprachen

--> Mathematik mit strukturierten Materialien (Montessori,...)

--> Weltbereich (Biologie, Geografie, Geschichte,...)

--> Lesebereich (gemütlicher Bereich zum Lesen und Geschichtenerzählen)

Am Ende des Ganges kommt man in den Sekudaria-Raum, der den Jugendlichen zur freien Gestaltung und Nutzung zur Verfügung steht. Sekundaria

 


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Umfang, Art und Status von Angeboten

Es gibt in der NH – Schule verschiedene Angebote und Kurse.

Angebote, für die man sich nicht anmelden muss: Wenn mindestens 4 Kinder zum festgesetzten Zeitpunkt erscheinen, findet das Angebot statt. Oft sind das Bastel- oder Musikangebote, aber auch Rechenprobleme oder etwas am Computer installieren, Spiele............

Angebote, für die man sich anmelden muss: Das sind Angebote, die von den Betreuern mehr Aufwand in der Vorbereitung bedürfen . und finden statt, wenn sich mind. 4 Kinder anmelden.

Kurse und Gruppen: für Kurse meldet man sich an ( mind. 4Kinder) Wie lange ein Kurs dauert, welche Teilnahmebedingungen es gibt und was der Inhalt des Kurses sein soll , bestimmen die TeilnehmerInnen. Die BetreuerIn kann auch Angebote und Ideen einbringen. Im letzten Jahr gab es 3x pro Woche einen Englischkurs , 1x pro Woche eine Schreibgruppe und einen Geometriekurs.

Die Haltung der Betreuer bei Angeboten und Kursen wird oft einer harten Prüfung unterzogen, weil gerade Themen, die einem selbst wichtig erscheinen, nicht immer frei von Erwartungshaltungen sind. So kann es vorkommen, dass in einem Englischkurs plötzlich über ganz andere Dinge geplaudert wird. Das darf sein. Wichtig erscheint uns allerdings, das Geschehen wertfrei zu spiegeln – das ermöglicht den Jugendlichen sich neu zu entscheiden ( wollen wir jetzt plaudern oder das engl. Lied weiterlernen ?)

Angebote und Kurse folgen den Ideen und Bedürfnissen der Kinder oder decken Bereiche ab, die in der vorbereiteten Umgebung nicht sichtbar sind oder wenig beachtet werden. Wir achten bei der Planung darauf, dass nie mehr als 2 Angebote an einem Tag sind und es auch angebotsfreie Tage gibt.

Verpflichtende Veranstaltungen

gibt es nicht. Selbst die Schulversammlung am Montag ist nicht verpflichtend. (aber selbst die Kleinen kommen fast immer)

Kindergarten – Schule

Im Schuljahr 03/04 wechselten die ersten Kinder aus dem Spielraum in die Schule.

 

Öffentlichkeitsrecht, Schulabschluss

Die NH-Schule erhält derzeit das Öffentlichkeitsrecht für die bisher absolvierten Schulstufen jedes Jahr im Nachhinein nach Überprüfung durch den Schulinspektor und seinem positiven Bericht ans Ministerium. So will es das Gesetz. Unser Bezirksschulinspektor hat Verständnis für unsere Arbeit mit Kindern und überprüft die Einhaltung unseres eigenen, vom Ministerium genehmigten, Lehrplanes. Nach der Absolvierung von 9 Pflichtschuljahren gibt es die Möglichkeit, an unserer Schule einen Abschluss zu machen. In unserem Verständnis ist es die Verantwortung der Jugendlichen, sich dafür zu entscheiden. Wir geben ihnen auf ihrem Weg dorthin Unterstützung in Form von Informationen oder Arbeitsgruppen.

Wir besuchen mit den Jugendlichen das Berufsinformationszentrum, laden Menschen aus verschiedenen Berufen ein und organisieren für Kinder ab 12 Praktika in den umliegenden Betrieben. Das Interesse für die eigene berufliche Zukunft beginnt bei den ältesten Jugendlichen langsam zu wachsen.


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Art und Umfang der Teamarbeit

Das Team besteht aus 4 "Hauptbetreuern" und ausgesuchten Elterndiensten. 3 Erwachsene sind täglich anwesend.

Jede Woche gibt es ein Extrateam für Materialarbeit und Reflektion des eigenen Verhaltens in Bezug auf Nondirektivität und liebevolles Annehmen, meistens auch aus aktuellem Anlass. Und eineTeambesprechung, die ca. 3 Stunden dauert. Hier geht es um die Planung der nächsten Woche ( Austellung, Angebote, Ausgänge, Gruppen, Diensteinteilung ), und um einzelne Kinder. Wir besprechen Aktuelles und in bestimmter Reihenfolge jedes einzelne Kind. Im Team sind wir uns über unser grundsätzliches Verhalten in der Arbeit mit Kindern einig, trotzdem gibt es immer wieder differierende Auslegungen des eigenen Verhaltens. Wir versuchen in unseren Auseinandersetzungen respektvoll zu bleiben und die Regeln des Dialogs ( Zuhören, ausreden lassen, eigene Assoziationen im Zaum halten, nicht überzeugen wollen...) anzuwenden und empfinden unsere Gespräche als befruchtend.


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Art und Umfang der Elternarbeit

Alle Eltern sind eingeladen, sich 1x pro Monat zu einem Austausch zu treffen. Am Elternabend geht es uns BetreuerInnen im Wesentlichen darum, Aktuelles aus der Schule zu erzählen oder die Eltern nach Dringlichem zu befragen. Meist ergibt sich in der ersten Runde ein oder mehrere Themen und wir entscheiden dann gemeinsam, was heute besprochen wird. Sollte kein Thema gefunden werden, kramen wir in unserer Schatzkiste und sehen uns gemeinsam ein vorbereitetes Thema an ( z. B. Zusammenhang von Motorik und Sprache..)

Der Elternabend dauert erfahrungsgemäß 2,5 Stunden.

Es besteht für Eltern und BetreuerInnen zu jeder Zeit die Möglichkeit , einen Termin für ein Elterngespräch auszumachen (mind. 2 Elterngespräche im Jahr). Dabei versuchen wir gemeinsam zu klären, was das Kind gerade braucht und wo und wie wir es am besten begleiten können.


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Mitarbeiterstruktur

Täglich sind drei Erwachsene ( BetreuerInnen) anwesend. Vorraussetzung, um in unserer Schule arbeiten zu können, ist die praktizierte Einsicht, dass Entwicklung vom Inneren eines Organismus gesteuert wird und dass Entfaltung der Potentiale stattfindet, wenn ein Kind oder Jugendlicher entspannt ist und die Umgebung entsprechend vorbereitet ist.

Das bedeutet, dass Bewerber ihr eigenes Verhalten schon zu einem bestimmten Teil reflektiert haben müssen und bereit sind, sich weiter in Nondirektivität und annehmendem Verhalten zu üben. Von Vorteil ist sicher auch der selbstverständliche Umgang mit strukturiertem Material, um mit der Aufmerksamkeit ganz bei den Kindern sein zu können.

Trägerstruktur

Träger der Schule ist der Verein "Lebensraum Niederhof". Er achtet auf die Einhaltung der Vereinsziele ( im Wesentlichen respektvolles Miteinander, Wiederbelebung der matristischen ( nicht ausgrenzend, annehmend) Lebensweise und auf ein ausgeglichenes Finanzgebahren).

Die Organisation der Schule hat die Schulgruppe ( alle Eltern ) zu verantworten. Das sind das Budget, Hausmeisterarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit und Kontakte zu den Behörden.

Heuer besteht ein Kernteam von engagierten Eltern, das sich in regelm. Abständen trifft.

Die Schwerpunkte der Arbeit mit den Kindern ergeben sich ohnehin aus den Vereinszielen und werden den BetreuerInnen übertragen. Auch die Aufnahme neuer Familien oder neuer Betreuer obliegt dem Team, in Absprache mit dem Verein.

Wir hoffen, mit diesen Informationen weitere Fragen aufzuwerfen und sind unter den angegebenen Kontakten für Terminvereinbarungen zu erreichen.

Regina Kapelari

Tel.: 02762/55099-44  regina.kapelari@utanet.at

Angela Mohl

Tel.: 02762/55099-99  angela.mohl@niederhof.org

   



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